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Das Westernhobby:
 
Hier wird die Geschichte der Besiedelung und Eroberung der Vereinigten Staaten von Amerika, hauptsächlich die Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts, wieder zum Leben erweckt.
Viele Hobbyisten haben sich über die Begeisterung zur Countrymusik und der Westernfilme mit der Geschichte Amerikas auseinander gesetzt. Das authentische Hobbyleben gibt es schon sehr lange, was als Außenstehender erstmal sehr verwunderlich ist, da es in den 50er Jahren eigentlich nur die so genannten "Hollywood"- Western gab, die keine sehr genaue Darstellung des Westens waren. Die ersten Hobbyisten konnten auf diese Quellen nicht zurückgreifen. Auch als später die "Italo"-Western die Darstellung etwas dreckiger werden ließ waren die Ausstattung und die Themen dieser Filme nicht geeignet um sich ein Bild der damaligen Zeit zu machen.
 
Vor allem unterscheiden sich die einzelnen Richtungen, die von den vielen Hobbyisten in Deutschland und dem benachbarten Ausland "gelebt" werden.
Angefangen haben viele Hobbyisten als "Hollywood"- Cowboys, mit tief ans Bein geschnallten Holstern, die auf Blue Jeans (gab es erst im 20sten Jahrhundert) und einem karierten Hemd getragen wurden. So kannte man das ja auch nur aus den Filmen und den Büchern von Karl May. Natürlich haben viele Deutsche in ihrer Kindheit und Jugend die Winnetou-Romane gelesen und diese Heldengeschichten geliebt.
Aber es gab auch immer schon die sehr interessierten Menschen, die sich direkt mit der authentischen Darstellung auseinandersetzten.
Vor allem die Freunde die die verschiedenen Indianerstämme nachempfinden befassen sich sehr detailliert mit der Bekleidung und den verwendeten Perlenarbeiten.
Über Bücher der Deutschen Carl Bodmer und den Prinzen zu Wied, die in der Zeit des frühen 19. Jahrhunderts den Westen und damit die noch unerschlossenen Gebiete des Nordamerikanischen Kontinents besuchten, konnten diese Hobbyisten ihr Wissen über die Lebensweise und die Bekleidung der nordamerikanischen Ureinwohner anhand von detaillierten Bildern und Beschreibungen erweitern.
 
Aber man merkt auch bei den anderen Hobbyisten, ob sie nun Trapper, Cowboy, Armeeangehöriger oder Siedler darstellen, wie intensiv sich mit der Zeit die man "lebt" identifiziert wird. Das fängt bei der aufwendigen, oft selbst gemachten Kleidung an. Auch hier muss man als Hobbyist einige Sachen beachten. Z.B. welche Perlen, bzw. ob man überhaupt Perlen benutzen darf. Immerhin hat sich in der (groben) Zeitspanne von 150 bis 200 Jahren einiges getan, was vor allem bei den Ureinwohnern zu einschneidenden Veränderungen geführt hat.
Eins der positivsten Erkenntnisse, die man im Hobby machen kann, ist die, dass es keine Grenzen gibt, die zwischen den einzelnen Gruppen überwunden werden müssen. Im Allgemeinen ist mir immer freundschaftliche Wertschätzung entgegengebracht worden und ebenso sollte man auch ohne irgendwelche Überheblichkeit an die Leute herantreten. Natürlich werden wir von vielen "Zivilisten" als komische Kauze gesehen, die sich in ihrer Freizeit in putzige Kostüme kleiden und leben wie vor 200 Jahren.
Aber die meisten Westernhobbyisten benehmen sich dann auch so wie damals.
Werte und Regeln, die in der heutigen Zeit aus der Mode gekommen oder einfach vergessen worden sind, werden im Westernhobby noch groß geschrieben.
 
Leider reicht diese Seite nicht aus, um alle Richtungen des Westernhobbys zu beleuchten. Aber diese Zusammenfassung soll auch nur einen Einblick vermitteln und evtl. einige Vorurteile aus der Welt schaffen.
 
Also, liebe Besucher dieser Homepage,
vielleicht besucht Ihr uns ja auch mal in "echt" wenn wir unsere Tage der offenen Tür haben.

 

 

 

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